, Jonas Dittrich - Kapitän CS:GO

447 in 1 – Eine neue Ära in Magdeburg

„Counter-Strike“ hat seinen festen Platz in der kompetitiven Szene seit nun mehr als 20 Jahren inne. Früh war klar, dass dieses Spiel mit seinen rundenbasierten, taktischen Elementen ein hervorragender Zuschauersport sein würde...

„Counter-Strike“ oder von vielen einfach kurz "CS" genannt, hat seinen festen Platz in der kompetitiven Szene seit nun mehr als 20 Jahren inne. Früh war klar, dass dieses Spiel mit seinen rundenbasierten, taktischen Elementen ein hervorragender Zuschauersport sein würde. So zog es viele Leute in seinen Bann. Mit "CS 1.6" und Teams wie „MTW“, „Ninjas in Pyjamas“, „Fnatic“, „Mousesports“ und „Virtus Pro“ betraten damals viele eSport-Organisationen die Bühne, welche schon damals sowie noch heute zu den ganz Großen zählen. Mittlerweile sind wir bei „Counter-Strike: Global Offensive“ (CS:GO) angekommen und das Spiel sowie die gesamte Szene hat eine lange Reise hinter sich. Vom Nischen-Dasein zu Events, die ganze Hallen füllen. Erst kürzlich verzeichnete Valve, Entwickler des Spiels, über 1 Million gleichzeitig spielende Spieler. Ein absoluter Bestwert und Meilenstein. Doch auch in den Strukturen tut sich immer mehr. Der nun als „eSport“ bezeichnete, kompetitive Bereich kommt in immer mehr Sportvereinen, Universitäten, Schulen und Wohnzimmern an. So auch an der Otto-von-Guericke-Universität, an der es seit April 2019 einen lokalen eSport-Verein gibt, der eine Anlaufstelle für gleichgesinnte bietet, die diesen Sport zusammen ausüben und genießen wollen.

Meine erste Berührung mit CS:GO war im Jahr 2016, als Freunde von mir mich regelmäßig mit auf den Server nahmen und wir sehr viel Spaß daran hatten, Stunde um Stunde auf Dust2, einer beliebten Karte in CS, zu verbringen. Nach und nach entwickelte ich die Begeisterung für den kompetitiven Charakter des Spiels. 2018 unternahm ich meine ersten Schritte in diese Richtung. Damals bei einem anderen Magdeburger eSport-Verein, der mich mit offenen Armen empfing und mir jede Unterstützung anbot, die ich brauchte, um ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Wir spielten in mehreren Ligen und Turnieren, unter anderem bei einem deutschen Nachwuchsturnier der „Playing Ducks“, bei welchem wir erfuhren wie kompliziert es ist, 5 Spieler unter enormem Stress und Hektik zu koordinieren und wie wichtig es ist, immer ein Auge auf seine Mitspieler zu haben. Nach dieser Periode und einer anderthalbjährigen Pause fand ich mich in einem Team von „OVGU eSports“ wieder.

Dieses damals neu zusammengewürfelte Team besteht aktuell aus 7 aktiven Spielern, alle mehr oder minder auf dem gleichen, einem hohen Leistungsniveau. Mit 3 von diesen Spielern habe ich bereits 2018 im zuvor genannten Team gespielt, sodass wir bereits eingespielt sind. Schnell wurde klar, dass sich bei dieser neuen Kombination von Spielern eine sehr gute Mischung aus Teamgeist, Erfolgshunger und Fähigkeiten gefunden haben. Damals waren wir gut, heute sind wir viel besser. Das Team trainiert 3-mal die Woche, jeweils drei Stunden und spielt aktiv in der Uniliga sowie bei jedem Turnier, welches wir wahrnehmen können. Und der Erfolg spricht für sich:

Direktaufstieg in die 2. Uniliga, mit nur einer abgegebenen Karte in der gesamten Saison und zwei Finals in zwei verschiedenen Turnieren, gegen die besten Teams der Uniliga, allein in der letzten Woche.

Doch es geht vor allem darum Spaß zu haben. Gleichgesinnte treffen, über die Profi-Matches sprechen, Erfahrungen austauschen, Tipps geben und zusammen besser werden. Und eines Tages nebenbei die Uniliga zu gewinnen, wäre eben auch nicht schlecht.